Zukunft Personal Europe 2026: Was die HR-Welt bewegt hat

Von
BBL
24.09.2026

Die Zukunft Personal Europe fand vom 15. bis 17. September 2026 in Köln statt. Unter dem Motto „Team Human × AI“ boten sich den rund 26.000 Besucherinnen und Besuchern Informationsstände von rund 700 Ausstellenden, Sponsoren und Partnern sowie 680 Sessions auf 22 Bühnen. Künstliche Intelligenz war dabei das bestimmende Thema des Programms – und dieses mit einer klaren Richtung: Ja zu KI als Teampartner für Routine und Datenauswertung, während allerdings Kontext, Verantwortung und Empathie bei den Menschen bleiben.

Am comvaHRo Stand drehte sich alles um HR-Software, Payroll-Service und HR-Consulting. Dabei ging es jedoch weniger um Technik oder Funktionen. Der Fokus lag auf konkreten Engpässen im Alltag, Schmerzpunkten und individuellen Themen der Besucher.

Bemerkenswert war, wie praktisch und zielgerichtet die Fragestellungen ausfielen. Neue Formate der Messe wie das ZP Impact Lab und der Executive Club haben in Köln genau diesen Ton gesetzt: weniger Bühnenversprechen, mehr gemeinsames Arbeiten an realen Fällen. Entsprechend selten ging es um die große Strategie – und entsprechend oft um den HR-Alltag in den Wochen nach der Messe.

Bei der Vielzahl der Gespräche auf unserem comvaHRo Messestand rückten drei Themen in den Mittelpunkt, auf die wir auch im Folgenden unser Augenmerk legen:

Was die HR-Welt bewegt – Fokus-Thema 1:
"KI unterstützt, Menschen bleiben im Mittelpunkt"

Der Schmerzpunkt: HR-Teams verbringen einen Großteil ihrer Woche mit wiederkehrenden Fragen: Resturlaub, Entgeltabrechnung, Bescheinigungen, Status von Anträgen. Für Entwicklung, Führungsthemen und persönliche Gespräche bleibt nur wenig Zeit. Gleichzeitig steigt der Erwartungsdruck, „irgendetwas mit KI“ zu machen, ohne dass die Grundlagen dafür gelegt sind.

Erste Schritte, die sich bewährt haben:

  • Die fünf häufigsten Anfragen im Team sammeln und prüfen, welche davon Beschäftigte selbst beantworten könnten.
  • Für jeden wiederkehrenden Vorgang festlegen, wer freigibt und wer vertritt – und das im System hinterlegen, nicht im Kopf.
  • Vor jeder Automatisierung die Datenqualität prüfen: Falsche Stammdaten werden durch Automatisierung nicht besser, nur schneller sichtbar.

Was im Gespräch geholfen hat: die Reihenfolge umzudrehen. Zuerst Routine reduzieren, dann über weitere Automatisierung sprechen. Im comvaHRo Loga Mitarbeitendenportal erledigen Beschäftigte Anträge, Zeitkonten und den Download der Entgeltabrechnung selbst – auch mobil. Wiederkehrende Abläufe und Freigaben laufen als HR-Prozesse mit klaren Zuständigkeiten. Im Recruiting unterstützt eine KI-gestützte Vorauswahl im Bewerbermanagement – die Entscheidung trifft weiterhin Ihr Team. Unsere Überlegungen und konkreten Ansätze dazu haben wir weiterführend im Artikel KI im Personalwesen: Ethik und Effizienz vereint beschrieben.

Was die HR-Welt bewegt – Fokus-Thema 2:
"Payroll zuverlässig organisieren und das Team entlasten"

Der Schmerzpunkt: Die Entgeltabrechnung hängt in vielen Unternehmen an ein oder zwei Personen. Urlaub, Krankheit oder ein Wechsel im Team stellen sofort den Abrechnungstermin infrage. Dazu kommen Fristen, Meldeverfahren und Sonderfälle, die niemand kurzfristig übernehmen kann. Das Risiko ist bekannt – es fehlt aber ein Plan, der ohne Panik nachhaltig funktioniert. Auch der öffentliche Dienst war insbesondere ein Thema – dort sorgen Tarifwerke und Sonderregelungen zusätzlich dafür, dass Vertretung selten improvisiert werden kann.

Was im Gespräch geholfen hat: Aufgaben sauber verteilen und lösungsorientiert sowie passgenau entscheiden, was ausgelagert und was selbst übernommen werden kann. Bei comvaHRo greifen Software, Payroll-Service und Beratung ineinander. In den Service-Leveln Basic, Comfort und Full Service ist fest definiert, wer welchen Schritt übernimmt: ob Stammdatenpflege und Bescheinigungen im Tagesgeschäft, Fristenkalender und Testabrechnung in der Durchführung als auch Echtabrechnung, Meldewesen, Buchungslisten und Zahlungsdateien im Monatsabschluss. Für kurzfristige Ausfälle gibt es den Interim-Service. Den Ablauf im Abrechnungszyklus zeigt die Payroll-Vorgehensweise.

Einen positiven Effekt, den mehrere Gesprächspartnerinnen und -partner benannt haben: Sobald die Aufgabenteilung schriftlich steht, sinkt der Druck auf einzelne Personen spürbar. Urlaub lässt sich wieder ohne schlechtes Gewissen planen und Wissen hängt nicht mehr an einer einzigen Person.

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Was die HR-Welt bewegt – Fokus-Thema 3:
"Durchgängige HR-Prozesse statt mehrfacher Dateneingabe"

Der Schmerzpunkt: Gewachsene Systemlandschaften führen dazu, dass dieselben Daten mehrfach erfasst werden. Beim Eintritt neuer Mitarbeitender werden Name, Eintrittsdatum, Vertragsdaten und Zuordnung sowohl in der Personalverwaltung als auch in der Zeiterfassung und noch einmal in der Abrechnung eingespeist. Das kostet Zeit, erzeugt Übertragungsfehler und macht Auswertungen angreifbar, weil die Zahlen je nach Quelle abweichen.

Was im Gespräch geholfen hat: der Blick auf eine gemeinsame Datenbasis. In comvaHRo Loga arbeiten Personalverwaltung, Zeitwirtschaft und Entgeltabrechnung mit denselben Stammdaten. Einmal angelegt, überall verfügbar. Bestehende Systeme binden dokumentierte Schnittstellen zu SAP, DATEV, Microsoft Dynamics oder Lexware an – verschlüsselt, auf Wunsch automatisiert und ohne doppelte Pflege.

Woran der Umstieg oft scheitert: an der Vorstellung, alles gleichzeitig lösen zu müssen. Praktikabler ist ein erster Schritt mit sichtbarem Effekt, etwa der Eintrittsprozess mit gemeinsamen Stammdaten. Was danach folgt – Zeitwirtschaft, Auswertungen, weitere Schnittstellen – richtet sich nach Ihrem Zeitplan und Ihren Ressourcen. Dabei begleitet Sie unser HR-Consulting von der Prozessanalyse bis zum GoLive.

Unser Fazit zur Zukunft Personal Europe 2026

„Team Human × AI“ war in Köln viel mehr als nur ein Motto. In den Gesprächen an unserem Stand ging es exakt darum: Routine abgeben, Daten zusammenführen, Zuständigkeiten klären – und bei den Menschen, den echten Mitarbeitenden, die Aufgaben belassen, die Urteilsvermögen brauchen. Technik ist Mittel zum Zweck, nicht das Ziel.

Bemerkenswert war außerdem, wer an unseren Stand kam: überwiegend Menschen aus dem operativen HR-Alltag, die Verantwortung für laufende Prozesse tragen. Ihre Fragen waren entsprechend konkret – nach Zuständigkeiten, Terminen und Aufwand, nicht nach Zukunftsvisionen. Für uns ist das der beste Maßstab: Denn eine Lösung überzeugt genau dann, wenn sie den konkreten Alltag sowie den nächsten Monatsabschluss leichter macht.

Danke an alle, die bei comvaHRo vorbeigekommen sind und den Austausch gesucht haben!